Do, 30.07.2026, 20:30 Uhr: Renate Obermaier, Hans Spagl und das Hagenbuch Trio „Der unzeitgemäße Hanns Dieter Hübsch zum 100.“ – Poesie, Jazz schwarze Schafe

Foto: © Hanns Dieter Hüsch

Wie er Kabarettist geworden sei, beantwortete Hanns Dieter Hüsch so: »Dass der Niederrheiner nix weiß, aber alles erklären kann, dat wissense ja«. Heute ist Hanns Dieter Hüsch zu Unrecht fast vergessen. Mit einem Abend voller Poesie, Jazz und schwarzer Schafe, erinnern das Freiburger Schauspieler-Duo Renate Obermaier, Heinzl Spagl gemeinsam mit dem Hagenbuch-Trio an diesen großen Unbequemen der Nachkriegs-BRD. Es waren die kleinen Leute, die ihn interessierten und so singt und dichtet er für die »Verrückten und seitlich Umgeknickten«.

Von den »Frieda-Geschichten« bis zu seinem Alter Ego Hagenbuch: Sein Credo sind klare Haltungen, gegen Krieg, gegen Faschismus, gegen die Unterdrückung des freien Geistes.
Fast 60 Jahre hat er das Kabarett im deutschsprachigen Raum mitgeprägt …

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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße.
Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt.
Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 15,– / ermäßigt € 10,–)

Do. 06.08,2026, 20:30 Uhr: Michelle Steinbeck „Favorita“ – Lesung

»Es tut mir leid, deine Mutter wurde getötet«, ist der Auslöser für einen Roadtrip von der Schweiz, wo die Protagonistin Fila lebt, nach Italien, das ihre Grossmutter als junge Frau verlassen hat und wohin ihre Mutter verschwunden ist. Fila begibt sich auf eine Reise, die sie zu einem Kollektiv feministischer Widerstandskämpferinnen, faschistischen Deserteuren und einem historischen Femizid führt.
Steinbecks zweiter Roman ist ein kraftvoll erzählter Rachekrimi, ein literarischer Roadtrip durch ein neofaschistisches Italien und eine furchtlose Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Begehren und patriarchaler Gewalt.

Foto: © Yves Bachmann

Michelle Steinbeck schreibt Prosa, Theater, Lyrik und arbeitet für Magazine und ­ Zeitungen.
Mit ihrem Debutroman war sie sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. »Favorita« ist ihr zweiter Roman und wurde ebenfalls für den Schweizer Buchpreis nominiert.

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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße.
Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt.
Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 12,– / ermäßigt € 7,–)

Do, 13.08.2026, 20:30 Uhr: Anette Pehnt: „Hinschreiben auf das Ungewisse“ – Lesung

Mit einer Lesung aus ihrem Roman Mobbing startete die Nach(t)lese. Nun kehrt Annette Pehnt nach 20 Jahren in den kleinen Grether Innenhof zurück. Zum Jubiläum der Nach(t)lese blickt sie auf 25 Jahre literarisches Schreiben zurück und liest aus ihrem vielfältigen Werk. Ihr Schreiben, dass seine Stärken im Kleinen, im Leisen, im vermeintlich Unscheinbaren hat, in einer Prosa, die in Zwischenräumen und in Leerstellen Atem lässt, wie es Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg bei der Verleihung des diesjährigen Johann-Peter-Hebel-Preises an die Autorin betonte.

Zeichnung: © Jutta Bauer

Annette Pehnt ist Autorin zahlreicher Romane, Erzählbände und Kinderbücher und leitet das Literaturinstitut an der Universität Hildesheim. Für ihre Bücher wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Italo Svevo-Preis und dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk.
Annette Pehnt lebt in Freiburg und Hildesheim.

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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße.
Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt.
Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 12,– / ermäßigt € 7,–)

08.08.2024 | 20:30 Uhr | Sven Recker »Der Afrik«

Lesung mit Sven Recker

Afrik – so rufen sie ihn, der zurückgezogen in einer Hütte oberhalb von Pfaffenweiler lebt. Das badische Weindorf hatte in Zeiten von Missernten und Hungerkrisen gehofft, seine Armen ein für alle Mal los zu sein, als es ihnen 1853 die Ausreise nach Algerien finanzierte und ihnen dort ein Paradies versprach – Rückkehr ausgeschlossen. Um das Geld für die Überfahrt aufzubringen, hatte die Gemeinde einen Wald abholzen lassen und die Fläche an Winzer verkauft. Doch in Algerien erwartete die Aussiedler Hunger, Krankheit und Krieg. Einer ist zurückgekehrt und bereitet nun seine Rache vor. Doch dann sitzt ein Junge auf der Bank, bei sich nur einen Zettel mit den Worten: Je m’appelle Jacob. Tu es famille.

Sven Recker wurde 1973 in Bühl/Baden geboren, arbeitet teilweise in Freiburg und lebt in Berlin. Er ist Autor, Journalist und Pressereferent bei Caritas international. »Der Afrik« ist sein dritter Roman. Einen Auszug aus seinem Debütroman »Krume Knock Out« las er 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.

Eintritt: € 10,- / ermäßigt € 6,–

Die Lesungen finden bei schlechtem Wetter in benachbarten Räumen statt.
Für Bewirtung ist gesorgt. Unser besonderer Dank geht an das Kulturamt Freiburg,
an die Buchhandlun g jos fritz und das Büro Magenta Freiburg.

Zum 18. Mal Grether Nach(t)lese, zum 18. Mal Autor*innen aus der Region unter nächtlichem Himmel und der Silhouette des Grether Kamins. Es wird spannend, ob wir bei allen Lesungen unseren bewährten kleinen Innenhof nutzen können. Die energetische Ertüchtigung des Lagergebäudes erfordert dort bis Ende Juli Gerüst und Lagerfläche. Sollte sich die Fertigstellung verzögern, werden wir in den großen Innenhof ausweichen. Nach wie vor suchen wir Direktkredite, um den Kauf von Grether Süd und die energetische Sanierung des Geländes realisieren zu können. Wir bieten eine nur bescheidene Verzinsung, aber dafür ein nachhaltiges Engagement.

Am 25. Juli freuen wir uns auf eine szenisch-musikalische Lesung mit Renate Obermaier, Heinzl Spagl und Hage Rombach. Leider fehlt Thomas Wenk, der vierte im Bunde, doch seine Musik wird den Abend begleiten.

Die zweite Nach(t)lese am 01. August widmet sich der Lyrik. Odile Kennel lebt zwar in Berlin, hat aber badische Wurzeln und liest auf Anregung und in Zusammenarbeit mit der Rosa Hilfe Freiburg.

Bei der abschließenden Nachtlese am 08.08. geht es um ein historisches Ereignis, das sich im Ort Pfaffenweiler vor Freiburgs Haustür zugetragen hat. Den Menschen, die dort vor 175 Jahren zur Auswanderung gezwungen wurden, hat Sven Recker mit seinem Roman »Der Afrik« ein literarisches Denkmal gesetzt.

01.08.2024 | 20:30 Uhr | Odile Kennel »Irgendwas dazwischen«

Lesung mit Odile Kennel

Überall Ordnungen, Einordnungen und Zuordnungen. »irgendetwas dazwischen« ist ein Plädoyer für die Unordnung. Im Fokus steht der Austragungsort so vieler Versuche des Ordnens: der Körper, der sich nicht säuberlich zusammenfalten und in Identitätsschub­ laden stecken lässt. Es geht Odile Kennels Gedichten um Ausfaltung, Entfaltung und den vermeintlichen Ordnungsapparat schlechthin: Sprache. Die Gedichte sind dabei immer unbedingt sinnlich. Sie bewegen sich über Sprachen hinweg, tauchen in Klang, mäandern, rumpeln, verlieren manchmal den Kopf — verspielt, verliebt, verzweifelt.

Odile Kennel lebt als Lyrikerin und als Übersetzerin in Berlin. Sie schreibt auf Deutsch und Französisch und lädt gerne weitere Sprachen in ihre Texte ein. 2022 wurde Odile Kennel mit dem Paul­Scheerbart­Preis für ihre Lyrikübersetzungen ausgezeichnet. Ihr Essay »Lust« stand 2023 auf der Shortlist für den Preis der Bücherfrauen. Lesung in Zusammen­ arbeit mit der Rosa Hilfe Freiburg e.V. .

Eintritt: € 10,- / ermäßigt € 6,–

Die Lesungen finden bei schlechtem Wetter in benachbarten Räumen statt.
Für Bewirtung ist gesorgt. Unser besonderer Dank geht an das Kulturamt Freiburg,
an die Buchhandlun g jos fritz und das Büro Magenta Freiburg.

Zum 18. Mal Grether Nach(t)lese, zum 18. Mal Autor*innen aus der Region unter nächtlichem Himmel und der Silhouette des Grether Kamins. Es wird spannend, ob wir bei allen Lesungen unseren bewährten kleinen Innenhof nutzen können. Die energetische Ertüchtigung des Lagergebäudes erfordert dort bis Ende Juli Gerüst und Lagerfläche. Sollte sich die Fertigstellung verzögern, werden wir in den großen Innenhof ausweichen. Nach wie vor suchen wir Direktkredite, um den Kauf von Grether Süd und die energetische Sanierung des Geländes realisieren zu können. Wir bieten eine nur bescheidene Verzinsung, aber dafür ein nachhaltiges Engagement.

Am 25. Juli freuen wir uns auf eine szenisch-musikalische Lesung mit Renate Obermaier, Heinzl Spagl und Hage Rombach. Leider fehlt Thomas Wenk, der vierte im Bunde, doch seine Musik wird den Abend begleiten.

Die zweite Nach(t)lese am 01. August widmet sich der Lyrik. Odile Kennel lebt zwar in Berlin, hat aber badische Wurzeln und liest auf Anregung und in Zusammenarbeit mit der Rosa Hilfe Freiburg.

Bei der abschließenden Nachtlese am 08.08. geht es um ein historisches Ereignis, das sich im Ort Pfaffenweiler vor Freiburgs Haustür zugetragen hat. Den Menschen, die dort vor 175 Jahren zur Auswanderung gezwungen wurden, hat Sven Recker mit seinem Roman »Der Afrik« ein literarisches Denkmal gesetzt.

25.07.2023 | 20:30 Uhr | Michael Ossorgin »Eine Straße in Moskau«

Szenisch-musikalische Lesung: Es lesen Renate Obermaier und Heinzl Spagl, Musik: Thomas Wenk. Ton: Hage Romberg

Tanjuscha, jung, klug, voller Anmut. Ihr Großvater, ein berühmter Ornithologe, voller Forscherdrang, lebenslang. Ihre Großmutter, voller Zuneigung zu Mann, Enkelin und zur Musik. Diese drei bewohnen ein großes Haus in einer kleinen Straße in Moskau, zusammen mit ihren Dienstboten, den Mäusen unter den Dielen und den Ratten im Keller. »Eine Straße in Moskau« von Michail Ossorgin mischt Elemente eines Familienromans mit der Erzählung jener rabiaten Einschläge, die der Krieg und die bolschewistische Revolution für das Leben aller Romanfiguren bedeuten. »Eine Straße in Moskau« ist ein poetischer und zugleich politischer Roman.

Renate Obermaier und Heinzl Spagl lesen aus Ossorgins Roman, Thomas Wenk hat dazu die musikalischen Interventionen gefunden, die von Hage Romberg eingespielt werden. Dieses Programm entstand in Zusammenarbeit mit dem Zwetajewa-Zentrum an der Universität Freiburg.

Eintritt: € 12,– / ermäßigt € 7,–

Die Lesungen finden bei schlechtem Wetter in benachbarten Räumen statt.
Für Bewirtung ist gesorgt. Unser besonderer Dank geht an das Kulturamt Freiburg,
an die Buchhandlun g jos fritz und das Büro Magenta Freiburg.

Zum 18. Mal Grether Nach(t)lese, zum 18. Mal Autor*innen aus der Region unter nächtlichem Himmel und der Silhouette des Grether Kamins. Es wird spannend, ob wir bei allen Lesungen unseren bewährten kleinen Innenhof nutzen können. Die energetische Ertüchtigung des Lagergebäudes erfordert dort bis Ende Juli Gerüst und Lagerfläche. Sollte sich die Fertigstellung verzögern, werden wir in den großen Innenhof ausweichen. Nach wie vor suchen wir Direktkredite, um den Kauf von Grether Süd und die energetische Sanierung des Geländes realisieren zu können. Wir bieten eine nur bescheidene Verzinsung, aber dafür ein nachhaltiges Engagement.

Am 25. Juli freuen wir uns auf eine szenisch-musikalische Lesung mit Renate Obermaier, Heinzl Spagl und Hage Rombach. Leider fehlt Thomas Wenk, der vierte im Bunde, doch seine Musik wird den Abend begleiten.

Die zweite Nach(t)lese am 01. August widmet sich der Lyrik. Odile Kennel lebt zwar in Berlin, hat aber badische Wurzeln und liest auf Anregung und in Zusammenarbeit mit der Rosa Hilfe Freiburg.

Bei der abschließenden Nachtlese am 08.08. geht es um ein historisches Ereignis, das sich im Ort Pfaffenweiler vor Freiburgs Haustür zugetragen hat. Den Menschen, die dort vor 175 Jahren zur Auswanderung gezwungen wurden, hat Sven Recker mit seinem Roman »Der Afrik« ein literarisches Denkmal gesetzt.