Wie er Kabarettist geworden sei, beantwortete Hanns Dieter Hüsch so: »Dass der Niederrheiner nix weiß, aber alles erklären kann, dat wissense ja«. Heute ist Hanns Dieter Hüsch zu Unrecht fast vergessen. Mit einem Abend voller Poesie, Jazz und schwarzer Schafe, erinnern das Freiburger Schauspieler-Duo Renate Obermaier, Heinzl Spagl gemeinsam mit dem Hagenbuch-Trio an diesen großen Unbequemen der Nachkriegs-BRD. Es waren die kleinen Leute, die ihn interessierten und so singt und dichtet er für die »Verrückten und seitlich Umgeknickten«.
Von den »Frieda-Geschichten« bis zu seinem Alter Ego Hagenbuch: Sein Credo sind klare Haltungen, gegen Krieg, gegen Faschismus, gegen die Unterdrückung des freien Geistes. Fast 60 Jahre hat er das Kabarett im deutschsprachigen Raum mitgeprägt …
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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße. Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt. Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 15,– / ermäßigt € 10,–)
»Es tut mir leid, deine Mutter wurde getötet«, ist der Auslöser für einen Roadtrip von der Schweiz, wo die Protagonistin Fila lebt, nach Italien, das ihre Grossmutter als junge Frau verlassen hat und wohin ihre Mutter verschwunden ist. Fila begibt sich auf eine Reise, die sie zu einem Kollektiv feministischer Widerstandskämpferinnen, faschistischen Deserteuren und einem historischen Femizid führt. Steinbecks zweiter Roman ist ein kraftvoll erzählter Rachekrimi, ein literarischer Roadtrip durch ein neofaschistisches Italien und eine furchtlose Auseinandersetzung mit Fragen nach Identität, Begehren und patriarchaler Gewalt.
Michelle Steinbeck schreibt Prosa, Theater, Lyrik und arbeitet für Magazine und Zeitungen. Mit ihrem Debutroman war sie sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. »Favorita« ist ihr zweiter Roman und wurde ebenfalls für den Schweizer Buchpreis nominiert.
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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße. Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt. Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 12,– / ermäßigt € 7,–)
Mit einer Lesung aus ihrem Roman Mobbing startete die Nach(t)lese. Nun kehrt Annette Pehnt nach 20 Jahren in den kleinen Grether Innenhof zurück. Zum Jubiläum der Nach(t)lese blickt sie auf 25 Jahre literarisches Schreiben zurück und liest aus ihrem vielfältigen Werk. Ihr Schreiben, dass seine Stärken im Kleinen, im Leisen, im vermeintlich Unscheinbaren hat, in einer Prosa, die in Zwischenräumen und in Leerstellen Atem lässt, wie es Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg bei der Verleihung des diesjährigen Johann-Peter-Hebel-Preises an die Autorin betonte.
Annette Pehnt ist Autorin zahlreicher Romane, Erzählbände und Kinderbücher und leitet das Literaturinstitut an der Universität Hildesheim. Für ihre Bücher wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Italo Svevo-Preis und dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk. Annette Pehnt lebt in Freiburg und Hildesheim.
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Die Veranstaltung findet im kleinen Innenhof des Grethergeländes, Adlerstraße 12a statt, Zugang über die Faulerstraße. Bei schlechtem Wetter gibt es Ausweichmöglichkeiten in benachbarten Räumen. Für Bewirtung ist gesorgt. Vorverkauf in der Buchhandlung Jos Fritz (Eintritt: € 12,– / ermäßigt € 7,–)
Grether-West ist das älteste Projekt auf dem Grether-Gelände. Die ehemalige Maschinenhalle bietet Wohnraum für 35 Menschen. Im Erdgeschoss befinden sich die unterschiedlichsten Projekte, wie das Strandcafé, die Keramikwerkstatt, Radio Dreyeckland, das Rasthaus mit Medinetz, das regionale Syndikatsbüro und seit 2024 das queerfeministische Sexshop- und Bildungskollektiv „Erogene Zone“ sowie das Awareness Team Freiburg.
2023 hatte das Gebrauchtwarenlager nach 53 Jahren seine Pforten geschlossen, daraufhin folgte ein aufwendiger Umbau. Die Erogene Zone und das Awarenessteam Freiburg bereichern nun die Projektvielfalt von Grether West. Radio Dreyeckland hatte bereits seit längerem größeren Platzdarf und konnte durch den Umbau neue Räume dazu bekommen. Wichtig war uns, die neuen Räume mit neuer Sanitäranlage komplett barrierefrei zu bauen. Der neugeschaffene Workshopraum soll bald auch mit Rollstuhl erreichbar sein. Zudem wird gerade das mittlerweile über 20 Jahre alte Rasthaus saniert und mit einer neuen Sanitäranlage ausgestattet.
Dies alles kostet viel Geld und wir benötigen daher wieder eure Unterstützung in Form von Direktkrediten.
Euer Direktkredit hilft uns, den Umbau und die Sanierung zu finanzieren. Ihr erhaltet eine Verzinsung bis zu max. 2 % und tragt dazu bei, dass Grether West weiterhin vielfältigen sozialen und politischen Projekten Raum bieten kann, barrierefreier wird und lebendig und offen für alle bleibt.
Du willst mehr über Direktkredite wissen? Kein Problem!
Direktkredite sind Nachrangdarlehen mit einer qualifizierten Rangrücktrittsklausel. Die Klausel besagt zum einen, dass kein Geld an Direktkreditgeber*innen zurückgezahlt werden muss, falls damit die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmerin gefährdet wäre. Zum anderen werden im Falle einer Insolvenz des Projekts erst die Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger*innen bedient.
Nirgendwo sind innerhalb der deutschen Linken die Debatten aufgeregter, der Ton schärfer und die Positionen unversöhnlicher, als wenn es um Israel und Palästina geht. Es gibt andere Themen und andere Konflikte in der Welt, die nicht weniger wichtig sind: Klimakrise, Rechtsruck, soziale Frage, Verhältnis Nord-Süd, Ukrainekrieg und vieles mehr, aber das Erregungspotential ist im Vergleich zum Konflikt im Nahen Osten vergleichsweise bescheiden. Klaus Holz wird in seinem Vortrag der Frage nachgehen, woran das eigentlich liegt. Warum wird besonders innerhalb der Linken über Israel so heftig gestritten und das nicht erst seit dem 7. Oktober? Welche Rolle spielt dabei die deutsche Geschichte und der Holocaust? Was unterscheidet Kritik an der israelischen Politik von antisemitischen Angriffen auf den jüdischen Staat? Wie lauten die Definitionen von Antisemitismus und warum gibt es darüber wissenschaftlich und politisch keine Einigkeit?
Dr. Klaus Holz hat Soziologie und neuere deutsche Literatur in Freiburg studiert. Im Jahr 2000 hat er sich mit der Arbeit „Nationaler Antisemitismus, Wissenssoziologie einer Weltanschauung“ habilitiert. Er war lange Jahre Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland. Er hat sich in zahlreiche Veröffentlichungen mit dem Thema Antisemitismus befasst. Zuletzt erschien 2021 der mit Thomas Haury gemeinsam verfasste Band „Antisemitismus gegen Israel“. Klaus Holz lebt in Berlin.
Eintritt frei / Spenden sind erwünscht
Um eine angemessen Diskussionskultur zu gewährleisten werden wir die Redeliste während der anschließenden Diskussion quotieren und die Redezeit auf eine Minute begrenzen. Fahnen, Transparente und jegliche Nationalsymbole sind auf der Veranstaltung nicht zugelassen. Bei unangemessenem oder störendem Verhalten werden wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen.
Keine Debatte spaltet und emotionalisiert die deutsche Linke so heftig, wie die Auseinandersetzung um den Nahost-Konflikt, um Israel und Palästina. Seit dem 7. Oktober, dem Tag des Angriffs der Hamas auf Israel, ist die Auseinandersetzung noch einmal eskaliert. Eine Auseinandersetzung, die seit Jahrzehnten innerhalb der Linken schwelt aber immer wieder aufs Neue aufflackert.
Die eine Seite fordert bedingungslose „Solidarität mit Israel“ im Kampf gegen den Terror der Hamas, aber auch angesichts der aggressiven antiisraelischen Rhetorik vieler arabischen Staaten, und reagiert dabei oft vollkommen kritiklos gegenüber der israelischen Regierungspolitik. Die andere Seite sieht in Israel einen neokolonialen Apartheidstaat, der die palästinensische Bevölkerung unterdrückt, sich palästinensische Gebiete einverleiben will und dabei über Leichen geht. Daraus resultieren Forderung, wie die, nach „Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ und „From the River to the Sea“, teilweise sogar die Verklärung des Terrors als „Akt des Widerstands“.
Wer sich nicht zu einer der beiden Seiten bekennt, wird häufig reflexartig wahlweise des Antisemitismus oder des „Wegschauens angesichts von 40.000 Toten“ bezichtigt. Ein Dazwischen, das das Massaker der Hamas ebenso ablehnt wie das Vorgehen der rechtsradikalen israelischen Regierung in Gaza und im Westjordanland, ein Dazwischen, das die Opfer beider Seiten anerkennt und betrauert, scheint kaum denkbar und leider oft auch nur noch schwierig sagbar. Extreme Polarisierung wohin man schaut. Dabei sollte es für uns Linke doch eigentlich und differenzierte Positionen zu entwickeln. Nicht zuletzt sollten wir in der Lage sein, miteinander zu debattieren. Unsere kleine Veranstaltungs-Reihe soll dazu Gelegenheit bieten.